24-Stunden-Blutdruck-MonitoringDer Bluthochdruck ist eine äußerst bedeutungsvolle und häufige Erkrankung in Deutschland.
Ein 24-Stunden-Blutdruck-Monitoring ist eine Langzeitmessung des Blutdrucks, bei der die Patientin/ der Patient in ihrer/seiner gewohnten Umgebung ihrer/seiner gewohnten Tätigkeit nachgeht.
Es beinhaltet eine kontinuierliche Messung des Blutdrucks tagsüber und nachts mit einem Apparat, den die Patientin/ der Patient bei sich trägt.
Ein 24-Stunden-Blutdruck-Monitoring kann sowohl zur Diagnostik einer arteriellen Hypertonie als auch zur Therapiekontrolle (Überprüfung der Blutdrucklage, möglicher Blutdruckspitzen, Blutdruckregulation während der Tages- und Nachtphase) eingesetzt werden.
Praktisches Vorgehen:Wenn Sie in unserer Praxis mit Ihrem Arzt ein 24-Stunden-Blutdruckmonitoring planen, beachten Sie bitte folgendes: Die Messung sollte vorzugsweise vormittags beginnen und werktags bei normalen Alltagsbedingungen stattfinden (keine „Krankschreibung“). Das Gerät könnte möglicherweise auffallen und ggf. ein Pumpgeräusch verursachen. Bitte beachten Sie dies z.B. bei geplanten Geschäftsterminen o.ä.
Die Medikamenteneinnahme sollte morgens wie gewohnt erfolgen. Nach Eintreffen in der Arztpraxis wird Ihnen eine Blutdruckmanschette angelegt und eine Probemessung durchgeführt. Der kleine Messcomputer befindet sich in einer Stofftragetasche, die Sie sich umhängen. Von dort ist er mittels eines Gummischlauches mit der Manschette verbunden. Bei Ihrem Besuch in der Arztpraxis bekommen Sie ein Patiententagebuch ausgehändigt. Hier sollten Sie einen Überblick über durchgeführte Tätigkeiten mit Uhrzeit, eingenommene Medikamenten und verspürte Beschwerden geben. Dieses Tagebuch hilft der Ärztin, später bei der Auswertung bestimmte Messwerte mit Tätigkeiten und Beschwerden in Verbindung zu bringen und ggf. eine Erklärung für erhöhte Messwerte zu finden, wenn Sie sich z.B. stark körperlich angestrengt haben. Nach Anlegen des Gerätes erhalten Sie am Empfang eine Uhrzeit zur Rückgabe des Gerätes am nächsten Tag. Bitte bringen Sie das ausgefüllte Patiententagebuch am nächsten Tag zur Abgabe des Gerätes mit. Beachten Sie bitte, dass das Baden oder Duschen im Zeitraum der Aufzeichnung nicht möglich ist.
Aus den Ergebnissen erstellt die Ärztin einen Befund und leitet diesen an Ihren Hausarzt weiter. Eventuell können sich aus diesem Befund weitere Konsequenzen ergeben. Die Ärztin wird Ihnen eventuell eine medikamentöse Therapie(-änderung) oder eine weiterführende Diagnostik vorschlagen. Dies kann in der Sprechstunde besprochen werden.